Studienauftrag entschieden: Bundesasylzentrum Buosingen

Das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) und das Staatssekretariat für Migration (SEM) haben den Studienauftrag für den Neubau des Bundesasylzentrums Buosingen in der Gemeinde Arth (SZ) abgeschlossen. Das Beurteilungsgremium hat das Projekt «Weiler» des Generalplanerteams um Ruprecht Architekten GmbH, Zürich, zur Weiterbearbeitung ausgewählt. Perita verantwortet im Team das Baumanagement. 

Auf dem Areal des ehemaligen Campingplatzes Buosingen am östlichen Rand von Goldau soll ein neues Bundesasylzentrum für 170 Asylsuchende entstehen. Das Areal liegt im Perimeter des Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler (BLN) und stellt entsprechend hohe Anforderungen an die landschaftliche Verträglichkeit des Bauvorhabens. Aus dem selektiven Verfahren mit fünf Generalplanerteams ging das Projekt «Weiler» als Siegerbeitrag hervor. 

Der Entwurf gliedert die Anlage in fünf eigenständige Baukörper: einen Verwaltungsbau, ein Gemeinschaftshaus und drei Wohnhäuser. Die kleinteilige Setzung schützt die wertvolle Vegetation und schafft differenzierte Aussenräume. Die Nutzungen sind klar abgestuft, vom öffentlich begleiteten Bereich im Norden bis zum privaten Wohnen im Süden. 

 

Eine schlichte Holzarchitektur, robuste Materialien und eine zurückhaltende Formensprache prägen das Erscheinungsbild. 

Das Beurteilungsgremium würdigt den Beitrag als architektonisch überzeugend, funktional schlüssig und landschaftlich verträglich. Holzbau, energieeffiziente Haustechnik, dezentrale Wärmeerzeugung und Photovoltaik bilden die Grundlage eines ressourcenschonenden Betriebs. Ein modularer Aufbau sichert die langfristige Anpassbarkeit und Wirtschaftlichkeit der Anlage. 

Mit dem Entscheid beginnt die Überführung des Studienauftrags in ein Bauprojekt. Die Einleitung des Plangenehmigungsverfahrens ist für 2027 vorgesehen, die Inbetriebnahme des Bundesasylzentrums voraussichtlich für 2031.

Visus: Ruprecht Architekten